![]() | 14. September 2009 Film kontrovers 02: Antichrist Hallo liebe Filmfans, im großen Film kontrovers Artikel haben wir ihn nur kurz ankündigen können. Hier nun meine Eindrücke zum Film nach dem Film"genuss". Antichrist In diesem Sinne: freeman |
![]() | 14. September 2009 Schon beim Lesen von "Film kontrovers" war klar, das ich den Film sehen möchte (morgen ist es soweit). Bei der vor Spielbeginn begonnenen Recherche, WO der Film laufen wird, bemerkte ich, das - FSK-Angaben unterschiedlich sind - Laufzeit differiert von 95 min. bis 108 min. Dies nur als Tip bei der Auswahl des Kinos |
![]() | 14. September 2009 krank ..nach dem gelesenen und gesehenen zu urteilen - ein kranker film für leute die die realität in unserer welt nicht als grausam genug empfinden. |
![]() | 14. September 2009 da... ich mich viel mit dem thema "satanismus" auseinandersetze finde ich ihn so eigentlich extrem ansprechend.ausserdem bin ich dabei psychologie zu studieren,was den film dann doppelt interessant macht.ich werde ihn mir auf jedenfall angucken-mal sehen was ich danach für eine meinung haben werde... |
![]() | 14. September 2009 böse, böse na wenn das nicht der richtige film für die alleinstehende frau ist am besten danach noch einen spaziergang durch diverse parkanlagen oder nebenstraßen machen, damit der effekt nachwirken kann. "wahrscheinlich" ?!?!?!? ..... muss es solche filme geben.....kaum zu glauben.... |
![]() | 14. September 2009 Ich habe den Film bereits 2mal gesehen und finde ihn toll! Mal was ganz anderes, ein sehr ruhiger, poetischer und trotzdem grausamer Film! Zitat aus der Filmbesprechung: "Bezugslinien im Bild dürfen verwischen und sich verschieben" ... das ist mir auch aufgefallen, am Anfang weiß man gar nicht so recht was da passiert, fand ich sehr faszinierend und hab ich auch vorher noch nie gesehen edit: Der Film ist aber kein Schocker, nicht unfassbar grausam oder so was in der Art! Klar sind Horrorelemente drin, aber auch Märchenelemente (Wald, "Die Drei Bettler" Fuchs, Rabe/Krähe und Reh) ... man muss also keine Angst haben sich den Film anzusehen, denn er ist auch sehr schön und poetisch, sehr ruhig und langsam! |
![]() | 14. September 2009 Mann ist das ein Scheiss Film. So etwas sinnloses und überflüssiges hab ich ja noch nie gesehen. Das wirklich einzig positive sind die Schauspieler, insbesondere Willem Dafoe. Die Story macht null Sinn, ist äusserst Zusammenhangslos. Unglaublich dass so was produziert wird. Sorry, reg mich grad auf über die Zeit- und Geldverschwendung. |
![]() | 15. September 2009 Störung Nicht Lars von Triers Film ist „krank“, sondern die Urteile, die ihn so bezeichnen. Kunst ist nicht dazu da, uns zu helfen, unsere Empfindung, die Realität sei grausam, möglichst schnell wegzuwischen und mit effekthascherischen Inszenierungen, die uns in Irrealitäten entführen, uns möglichst gut zu unterhalten. Dazu gibt es diejenigen Filme, die keinen Kunst-, dafür aber umso mehr einen Unterhaltungsanspruch haben. „Antichrist“ unterhält nicht, sondern verstört, weil er unsere abgesicherten Weltbilder stört, unseren heimeligen Frieden unserer vorgefertigten Vorurteile. „Antichrist“ ist keineswegs ein „Horrorfilm für das denkende Publikum“, wie der Rezensent freeman meint. Eher wäre zu sagen, dass der Film das Thema der Hexenverbrennung während der Zeit der Inquisition zu Beginn unserer Neuzeit ausleuchtet: Männer konstruierten die sog. Wirklichkeit nach ihren Prinzipien (im Film vertreten durch die Psychotherapie) und schliessen damit Wesentliches der Natur aus: das Gebären, das Sterben. Hexen wurden verbrannt, weil Frauen intuitiv näher an diesen Geschehnissen sind und Männer fühlten, dass ihnen damit die Kontrolle entzogen war. Und so verbrennt unser Protagonist im Film auch den Leichnam seiner Frau auf einem Scheiterhaufen, nachdem er sie umbrachte, weil er spürte, dass er die Mächte in ihr nicht beherrschen kann, obwohl er doch anfangs im Film mit der grenzenlosen Arroganz des Psychotherapeuten angetreten ist. Hörte und sähe man genauer hin, wäre etwa auf die herrliche Arie der Almirena „Lascia ch'io pianga“ aus Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo“ zu achten, die sowohl den Prolog als auch den Epilog musikalisch ausmacht. Almirena, in sarazenische Gefangenschaft geraten, lässt in dieser Arie ihre Trauer über ihre Gefangenschaft und ihre Sehnsucht nach Freiheit Lauf. Im Epilog lässt Lars von Trier zu dieser Klage hunderte von Frauen dem aus dem Wald flüchtenden Mann entgegenkommen, mit unkenntlich gemachten Gesichtern, die Erinnerungsgestalten all der auf den Scheiterhaufen getöteten Frauen. Almirenas Gefangenschaft ist für Lars von Trier die Gefangenschaft des Weiblichen in der modernen Frau, die sich abmüht, möglichst männlich, rational, logisch zu funktionieren. Wie unser Rezensent freeman hierin frauenfeindliche Tendenzen des Regisseurs erblicken konnte und schreibt, von Trier seien „derart frauenfeindliche Tendenzen definitiv nicht fremd.“, wird mir ein Rätsel bleiben. Um den Film zu „sehen“, wäre es vielleicht angemessener, den Film eher als Oper oder Schauspiel denn als Spielfilm zu sehen. Darauf deuten schon die vier explizit genannten „Akte“ und der Pro- wie auch der Epilog. Das fiel freeman offensichtlich schwer. „Antichrist“ kommt auch nicht, wie freeman meint, „erzählerisch und vom Tempo her etwas sperrig daher“. Unverständlich, wie man Kriterien amerikanischer Actionfilme an ein solches Werk herantragen kann. Die beabsichtigte störende Wirkung des Films resultiert genau aus der Spannung schöner Bilder, ruhiger Kamerafahrten und schrecklichsten Geschehnissen. Ein Kunstwerk eröffnet einen so weiten Raum, dass jeder Betrachter eine Vielzahl von Aspekten darin erblicken kann. Eine der Hauptakzente von „Antichrist“ ist der Blick auf die männliche, seit Jahrhunderten wirklichkeitsprägende Vorherrschaft im „Christlichen“. „Antichrist“ lenkt den Blick auf diejenigen Aspekte des Seins (der „Natur“), die durch diese Haltung unterdrückt wurden und die man dem weiblichen Aspekt von uns Menschen zuordnen kann. Wenn im Film Satan (der Antichrist) mit der „Natur“ identifiziert wird, zeigt uns das, wie sehr männlich initiierte Naturwissenschaft, die unser heutiges Wirklichkeitsverständnis prägt, „Natur“ zurechtgestutzt hat und wesentliche Erfahrungen – Tod, Grausamkeit, Schrecken, Geburt, Schmerz, Trauer – als „mythisch“ oder gar „satanisch“ disqualifiziert. Schmerz, Trauer, Verzweiflung (die Titel der drei ersten Kapitel des Films) dürfen im männlichen Denken nicht sein. Deshalb tut der Mann alles, damit seine Frau nach dem Tod ihres Babys diese überwinden kann. Und genau die methodische Brutalität, die er an den Tag legt (er weigert sich sogar zunächst, mit seiner geliebten Frau zu schlafen, um den „therapeutischen Erfolg“ nicht zu gefährden), kehrt sich im Laufe des Films gegen ihn. freeman versucht, seine Hilflosigkeit beim Deuten des Films durch Zitate von Triers zu kaschieren: „Szenen wurden ohne Grund hinzugefügt. Bilder wurden zusammengestellt, unabhängig von Logik oder dramatischem Denken.“ Im Umgang mit Aussprüchen von Künstlern sollte man mehr Vorsicht walten lassen. Die Bilder und Szenen des Films sind sehr exakt komponiert, nichts scheint hier irgendwie zufällig. Von Trier begegnet mit solchen Aussprüchen nur einer falschen Vorerwartung von uns Zuschauern: dass es im Film darum ginge, uns eine logisch aufgebaute, stringente Handlung vorzuführen, die unser Weltbild bestätigt, weil wir dann den Film „verstehen“. Der Film kann nicht „logisch“ sein, weil das, was er uns zu zeigen versucht – die „Natur“ -, selbst nicht logisch ist. Der Tod – ein natürlicher Teil der Natur – ist das Unlogischste per se. Der Tod vernichtet alle Logik. Der Film ist nicht „verständlich“, weil es an dem von ihm Gezeigten nichts zu verstehen, wohl aber viel zu erfahren gibt. Wenn durch tragische Umstände ein Kleinkind aus dem Fenster fällt und stirbt, gibt es daran so wenig zu verstehen wie an den fallenden Blättern des in diesen Tagen beginnenden Herbstwaldes. Es geschieht „einfach“. Und hinterlässt uns Deutungsbesessenen die Verweigerung jeglicher Deutung, mit Trauer, Angst, Verzweiflung. freeman zitiert Lars von Trier weiter: „Der Film enthält keinen bestimmten moralischen Code“. Hätte freeman diesen Satz bedacht, hätte er nie von „Einsprengseln“ reden können, „dass die Natur das pure Böse beherberge“. Denn etwas als das „pure Böse“ zu bezeichnen erfordert gerade den Rekurs auf einen „moralischen Code“, also die Behauptung, wir wüssten, was „gut“ und „böse“ ist. freemans Hilflosigkeit beim Betrachten des Films zeigt sich auch in seiner Vorerwartung, ein Film dürfe nur das zeigen, was sich vor unseren Augen jederzeit, wenn auch selten, in der Welt abspielen dürfe. Da reden Tiere in der Tat nicht mit menschlichen Stimmen. Doch als wir Kinder waren – und damit durchaus auch schon Menschen -, fanden wir nichts dabei, wenn Großmutter uns Märchen vorlas, dass Tiere mit Menschenworten sprechen. freeman jedoch traut sich die Deutung von „Szenen, in denen Tiere zu den Menschen sprechen“, sie schienen „den kranken Hirnwindungen eines depressiven Regisseurgeistes entsprungen zu sein“. Er tut mit diesem Urteil genau dasselbe, was die Inquisitoren der katholischen Kirche vor vierhundert Jahren mit Frauen gemacht haben, deren Heilkräfte sie nicht verstanden haben: sie als „krank“ zu bezeichnen, sie zu verbrennen. freeman verweist darauf, dass der Film viele „Deutungsmöglichkeiten“ anbiete. Der Film bietet gar keine Deutungsmöglichkeiten an, er will kein belehrendes Suchspiel nach Deutungen sein. Der Film zeigt. Er zeigt Trauer, Angst, Verzweiflung, Tod. Daran gibt es nichts zu „deuten“. Wer deuten will, hat nicht die Kraft, einfach zu sehen. freeman deutet: „Da wird die heilige Institution der Ehe genüsslich zerstört,“ – nirgends hat der Film die Institution als „heilig“ stilisiert, um sie dann „genüsslich“ zu zerstören - ,“die Natur wendet sich gegen den Menschen“ – keinesfalls, der Film zeigt vielmehr, dass auch der Mensch „Natur“ ist -, „der Wahnsinn hat Methode“ – eben nicht, eines der grandiosen Elemente des Films ist, dass er uns zeigt, wie der Wahn-Sinn keinen Sinn und damit auch keine Methode hat – „und irgendwann sind eben doch die Frauen an allem Schuld.“ – Dies im Film zu sehen bedüfte der dumpfesten vorurteilbeladensten Kleinkrämerseele, die ich mir denken kann. Der „Plot“, von dem Lars von Trier spricht, beginnt immerhin damit, dass das Kleinkind, während seine Eltern Sex haben, sich aus dem offenen Fenster zu Tode stürzt. Wer hier wirklich „Schuld“ hat – hat der Mann das Fenster offen gelassen? – interessiert den Film eben gerade nicht, er enthält keinen „moralischen Code“. Er zeigt nur, dass die Frau sich die Schuld an diesem tödlichen Unfall ihres Babys gibt, und er zeigt, wie in Folge Trauer, Angst und Verzweiflung von ihr Besitz ergreifen. Und er zeigt, welche Handlungen die Frau in diesen Phasen begeht – aber eben ohne zu werten. Niemand ist „schuld“. Und genau das ist das Ver-Störende des Films, denn wir brauchen den Schuldigen. Damit wir uns unschuldig fühlen, damit wir den ersten Stein werfen können. Am gerechtesten wird freeman dem Film witzigerweise mit einem Gedanken, den er anschliessend sofort wieder verwirft: „Antichrist als ein Bildgedicht zu umschreiben, wäre nämlich eine komplette Untertreibung.“ Das klingt so, als wäre ein Gedicht aus Bildern etwas Banales. Tatsächlich liesse sich „Antichrist“ als Bildepos (und damit als Gedicht) bezeichnen. Und spätestens wenn man an die großen Gedichte (Epen) von Homer denkt (die sich von einem abgeschmackten Geist übrigens auch als „Horrorstories“ lesen liessen), ist der Verdacht der „kompletten Untertreibung“ ausgeräumt. „Antichrist“ ist auch kein anti-christlicher Film. Er zeigt uns nur, dass das Christentum, indem es vehement versuchte, das „Anti- …“ aus sich auszuschliessen und zu verdammen, die Ganzheit des Seins, der „Natur“ negiert hat. Und er zeigt uns zugleich, dass heute, 2009, das Ausschliessen des „Negativen“, des Zerstörerischen, des Todes, des Ungeheueren, nach wie vor unser Denken beherrscht. Lars von Triers „Antichrist“ steht auf einer einsamen Höhe, und es erfordert von uns Zuschauern viel Umsicht, Sensibilität, Kenntnis der Geschichte der Kunst und Bereitschaft, Sehgewohnheiten und Vorurteile abzulegen, um zu dieser Höhe aufzusteigen. Wer gut unterhalten sein will, wer horrormässig gut geschockt sein will, sollte sich andere Filme aussuchen. Eines hat freeman verstanden und den einzigen „Fakt“ benannt, den er zu sehen imstande war: „Denn eines ist Fakt: Antichrist ist es nicht wichtig, welche Position der Zuschauer in Bezug auf die Figuren einnimmt.“. Richtig. Kunst kümmert sich nie um ihre Betrachter, Zuschauer, Hörer, Leser. Denn wenn Kunst dies täte, würde sie zur Hure am Publikumsgeschmack und könnte ihrer eigentlichen Aufgabe, das, was ist, zu zeigen, nicht mehr nachkommen. stephensson art_of_pain |
![]() | 15. September 2009 @spooky_mind Danke für deine Kritik...jetzt sehe ich dem Film mit noch mehr Vorfreude entgegen. |
![]() | 15. September 2009 Inhaltlich sehr schöne Ausführungen stephensson und auch wenn sie in einem seltsamen Ton verfasst sind, lasse ich dir deine Sichtweise NATRÜLICH vorbehaltlos! Einzig ein zwei Punkte würde ich dir auch widerlegen wollen, nur um aufzuzeigen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung eines Filmes aufgrund kleiner Szenen sein kann. Etwa diesen Punkt: Wie unser Rezensent freeman hierin frauenfeindliche Tendenzen des Regisseurs erblicken konnte und schreibt, von Trier seien „derart frauenfeindliche Tendenzen definitiv nicht fremd.“, wird mir ein Rätsel bleiben. Schaut man hier auf das Gesamtwerk von von Trier, werden seine Frauenfiguren so gut wie immer auf die Opferrolle beschränkt und rennen sehenden Auges in ihren Untergang. Diesmal sieht sich die Frau SELBST als Inkarnation des Bösen und begreift sich selbst und andere Frauen - wie du selber schön herausgearbeitet hast - als Hexen (ein nicht in jeder Hinsicht positiv belegter Begriff!). Wirklich schmeichelnd für das weibliche Geschlecht ist dies sicherlich nicht ... darauf wollte ich mit dem Abschnitt hinaus. Und damit einhergehend zu einer Szene, die dir anscheinend entgangen zu sein scheint, wenn du anmerkst, dass die Frauen im Film Nicht die Alleinschuld bekommen bzw. niemandem die Schuld zugewiesen wird. Du fragst, wer Schuld hat, wer das Fenster offen ließ usw. Erinnere dich bitte an eine Rückblende gegen Ende in den Prolog, der selbigen aus einer anderen Perspektive zeigt! Und der deutlich macht, dass der Selbstvorwurf der Frau "sie hätte das Kind retten können!" und den ihr ihr Mann zu Beginn widerlegt, absolut der Wahrheit entspricht! Und nehme ich diesen Blick, diese Szene, alle Elemente um die "Verkehrtherum angezogenen Schuhe", ergänzt um die grandiosen Bilder im Epilog mit gesichtslosen Frauen, die zu einem Ort wandeln, der voll von Leichen zu sein scheint, dann nehme ich für mich das Recht heraus, den Film so zu deuten, wie es in dem Artikel nachzulesen ist ... ohne dir aber wie gesagt deinen Ansatz nehmen zu wollen, der gerade über den Teil der Musik toll von dir herausgearbeitet wurde ... Und gerade das zeigt mir persönlich, dass der Film vielfältig deutbar IST / vielfältig verstanden werden kann. Und nichts anderes beweist mir deine Kritik im Zusammenspiel mit der meinen und beispielsweise jener von lion78_gr ... In diesem Sinne: freeman |
![]() | 15. September 2009 TOD oder LEBEN |
![]() | 15. September 2009 naja... so toll ist es auch nicht und warum gleich Satanismus gleich ins Spiel kommen soll, gefällt mir nicht. Habe es angelesen und es wird einem wirklich schlecht. Von daher kann ich mich den Kritikern dieses Buches anschließen. Schön das heute nur noch Geld mit geistigen Fäkalien gemacht wird von denen es schon genug gibt auf der Welt. Ist doch jeden Tag sowas wie : Babyleiche in Kühlrschrank entdeckt, Psychopath tut dies mit der Person u.s.w. in den Medien. Mit solchen Büchern wird das geistige Plateau dafür geschaffen bis das irgendwann als "normal" angesehen wird.... Deshalb bleibt der TV lieber aus oder es wird etwas schönes gesehen wie mit Natur, Pferden, Katzen u.s.w. ode mal eine Kochsendung |
![]() | 15. September 2009 anti- einstellung gegenüber diesem film. ich habe und werde ihn mir nicht ansehen. klar,man kann sagen wer ihn nie gesehen hat kann nicht darüber urteilen. aber ein film der primär über ne sex-szene vor einem baum dessen umgebung undefinierbar ist auf sich aufmerksam machen muss ist für mich fraglich. und irgendwie hab ich sowohl bei dem trailer als auch bei der filmbeschreibung ein eher schlechtes gefühl. als ob der film nur traurigkeit,verzweiflung,sinnlosigkeit vermitteln will. und wer in einen film geht um für 2 stunden aufgerüttelt zu werden(in welcher hinsicht auch immer)... um dann wieder in seine alltägliche "abstumpfung" (die durch den film evtl sogar um nen punkt erweitert wird) zu verfallen... der macht auch etwas falsch. diese welt,die reaktionen der menschen und deren handlungen sind schon häufig genug verwirrend,aggresiv und nicht nachvollziehbar. da tue ich mir doch nicht noch so einen film an. aber jeder wie er möchte. |
![]() | 15. September 2009 ... von Trier Filme muss man lieben.. Ansosnten sind sie es niht wert angesehen zu werden.. Ich finde diesen Film grandios.. Er hat soviel Kontroverses, soviel riesige Gegensätze in sich vereint und Szenarien, wo man einfach nur dasitzt und denkt.. Denkt.. Denkt und dann aufhört weil es nichts bringt, weil man den Gedanken nicht greifen kann, nicht verstehen in der Momentsituation.. Grandios Machwerk von ihm.. Dys |
![]() | 15. September 2009 „Es greift hier offenbar wieder einmal die Regel, dass hinter allem, was einem erst neu und unerhört vorkommt, eine Erinnerung steckt, dass jeder Überraschung ein Wiedererkennen innewohnt.“ „Dedicated to Andrei Tarkowski“ – der Abspann lieferte u. a. den Schlüssel für den gewählten Inszenierungsstil. Mehr als die angeblichen Träume des dänischen Filmemachers prägte wohl eher Tarkowskis Auffassung von Zeit und Erinnerung von Triers „Antichristen.“ Bei der Entwicklung seiner Bildsprache dienten dem Regisseur auch die Surrealisten als Inspirationsquelle - nur leider nicht genug. Fast glaube ich, es ist die mangelnde Entschiedenheit, die den Film durchzieht, und weshalb er mich letztlich nicht überzeugte. Allein das großartige Spiel der beiden Protagonisten schafft es, diesen Mangel streckenweise zu ignorieren. Letzte Woche zeigte 3sat „Twentynine Palms“ von Bruno Dumont. Von der ersten bis zur letzten Bildsequenz meisterhaft inszeniert, ein selten radikaler Film, bei dem einem gegen Ende unvermittelt der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Dumonts Film besitzt eine dramaturgische Konsequenz, von der ein Lars von Trier nur träumen kann. Stattdessen vermittelt der Däne einen bloßen Eindruck von dem, was „Antichrist“ hätte sein können. Verstört war ich nicht, aber bewegt hätte ich beim Verlassen des Kinos schon sein dürfen. |