[DVD] Ring of Death

Ring of Death Originaltitel: Ring of Death Herstellungsland: USA Erscheinungsjahr: 2008 Regie: Bradford May Darsteller...

07. April 2010
[DVD] Ring of Death

Ring of Death

Copyright: MIG

Originaltitel: Ring of Death
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Bradford May
Darsteller: Johnny Messner, Charlotte Ross, Stacy Keach, Lester Speight, Aesop Aquarian, Justin Bethancourt, Meredith Giangrande, Jawara, John Koyama u.a.

--------------- Story ------------------

Cop Burke Wyatt wurde wegen der brutalen Verhaftung eines Pädophilen aus dem aktiven Dienst entfernt und fristet nun sein Leben als Truckfahrer, der mit seiner Frau und seinem innig geliebten Sohn nur noch wenig Zeit verbringen kann. Da kommt ein ehemaliger Kollege auf ihn zu und bittet ihn, undercover in ein Gefängnis einzurücken, in dem wohl illegale Kampfsportveranstaltungen an der Tagesordnung sind. Als Belohnung winkt ein Trustfond für Burkes Sohn und die Wiederaufnahme in den aktiven Dienst … diesmal gar als FBI Agent! Burke fackelt daher nicht lange, fingiert ein Verbrechen und wandert für fünf Jahre in den Knast von Direktor Warden Golan ein. Ein ehemaliger Profiboxer, der tatsächlich mithilfe eines finsteren Millionärs seine Insassen zwingt, in Käfigkämpfen aufeinander loszugehen … durchaus mit tödlichen Folgen.

--------------- Kritik ------------------

Die wichtigsten Ingredienzien der Geschichte von Ring of Death sind aus diversen B-Krachern wie „Undisputed“ (Fights hinter Gittern) oder „Mit stählerner Faust“ (Undercover Cop vs. Bösen Gefängnisdirektor) hinlänglich bekannt und vor allem das Kampfsportgekloppe hinter Gittern scheint sich unvermindert großer Beliebtheit in Hollywoods B-Drehbuchautorengilde zu erfreuen. Und so sollte man hier auch bitte nicht mehr als eine altbekannte, überraschungsfreie und definitiv unspannende Geschichte erwarten. Dabei werden dann auch alle bekannten Knastfilmklischees aufgefahren. Der böse Direktor, seine bitterbösen Henchman, Banden, in denen sich die Gefängnisinsassen organisieren, der beste Freund vom Held, ein väterlicher Kumpel … Hat man sich mit diesem „Makel“ arrangiert, wird’s richtiggehend interessant, denn Ring of Death bietet absolut feine, durch und durch solide B-Actionkost, die straff und zügig durchgezogen wird, auf unnötigen Storyballast zugunsten eines ordentlichen Tempos verzichtet und keine Gefangenen macht. Selbst die klischeelastigen Figuren machen aufgrund einer absolut stimmigen Besetzung durchaus Laune. Wobei vor allem Held und Antiheld besonders hervorragen. Burke Wyatt wird gegeben von Johnny Messner (Anacondas), der hier ungemein sympathisch aufspielt, mit enormer physischer Präsenz punktet und den Film schon bei seinen ersten Auftritten komplett an sich reißt und auch nicht mehr wirklich hergibt. Als sein Antipode agiert ein herrlich fieser, beständig an der Grenze zur Karikatur lavierender Stacy Keach, der mit sichtlichem Spaß an der Freude ein Mistschwein vor dem Herren entwirft. Leider bleibt bei dieser Aufstellung der Antipoden eine finale, krachend brutale Konfrontation aus, denn Keach könnte locker Messners Vater sein, was ihn als Kampfgegner recht uninteressant macht. Das ist eigentlich der einzige Wermutstropfen an dieser Konstellation. Ansonsten macht das Duell der beiden Mimen durchweg Spaß. Für die handfesteren Konfrontationen hat man dann eine Riege von Mimen engagiert, die sich durchaus beherzt auch mal eins auf die Kauleiste geben. Dabei gefällt der Ansatz, „echte“ Menschen aufeinander treffen zu lassen, von denen nicht jeder Kung Fu, Karate oder Ultimate Fighting beherrscht. Dementsprechend geht man hier rüde und brachial aufeinander los und es darf so manche Blutkapsel platzen und Zähne fliegen auch recht oft durch die Gegend. Die Fights selbst sind sehr zügig inszeniert und pendeln zwischen Mittendrin statt nur dabei und hübschen Totalen des Geschehens hin und her. Unterlegt werden sie mit krachigen Heavy Metal Riffs, was den Aufeinandertreffen der Kolosse (und das sind sie wirklich) noch mal ein ordentliches Mehr an Wucht eintrichtert. Auch abseits der Fights inszeniert Regisseur Bradford May absolut sauber. Dabei erinnert seine Optik in ihrer Zoomfreudigkeit und Wackligkeit häufig an Serien wie 24 und verweist auf seine langjährige TV Erfahrung, wo er vermutlich auch die Reduzierung auf das Wesentliche gelernt hat.

--------------- Fazit ------------------

Das Ergebnis ist ein extrem vorhersehbarer (Warum wird wohl Burkes Beziehung zu seinem Sohn so oft beschworen werden? Welcher Freund wird ihn wohl verraten? usw.) und alles andere als innovativer Knastklopper, der dank enormen Tempos, einer ungemein involvierenden Hauptfigur, souverän bedienter Klischees, guten Darstellern, heftiger Action, krachiger Musikuntermalung, energetischen Bildern und allgemein schmucker Optik auf kurzweilige Art knackig zu unterhalten versteht. Kurzum: Ein echtes Fest für den wahren Couchpotatoe, der unter Abnehmkur das auf dem sofarumrutschende Mitfighten bei Kampfsportfilmen versteht.

Die deutsche DVD kommt von MIG und ist mit einer FSK 18 uncut …

In diesem Sinne:
freeman

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